Christin Lutze
Malerei


Mit ihren „Stadtlandschaften – Malerei aus Berlin“ präsentierte Christin Lutze neue Arbeiten auf Leinwand. Es sind linear strukturierte, unter subtiler Verwendung einer reichen Farbpalette gestaltete Bilder. Die urbanen Sujets, die in ihrer Stille faszinieren und in ihrer Einsamkeit verstören, lesen sich wie Kommentare zum diesjährigen Motto des Projekts „Provinz – Metropole“ der Veranstaltungsreihe „Kulturland Brandenburg“ – im neuen KUNSTraum am Bahnhof trifft Metropole auf Provinz.

Das Landschaftssujet – hier im besonderen Stadtlandschaft – ist offenbar das Thema der jungen Meisterschülerin von Prof. Marwan (UDK Berlin), in schier unerschöpflichen Variationen und auch in verschiedenen Techniken, ob Kupferstich, Lithografie oder Zeichnung und eben Malerei, erzählen ihre Darstellungen Geschichten, halten Lebensmomente fest, verweisen auf Erinnertes, vermischen sich mit Traumhaftem, projizieren Visionäres.

Dem Betrachter räumt die Künstlerin mit ihren durch Farbe und Form definierten Blickpunkten auf Realität und Welt eine große Freiheit zur eigenen Empfindung ein. Sie vertraut auf die originäre Kraft der bildenden Kunst, in der sich auch das nicht Sichtbare zu entschlüsseln vermag, diese Kunst lädt ein zu einem Dialog der Stille und Langsamkeit. Dass auf den Bildern von Christin Lutze selten Menschen oder Menschengruppen zu finden sind, verliert in diesem Prozess produktiver Aneignung von Kunst jegliche negative Konnotation.

Christian Pietà

 
   
     
 

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